Manchmal stellt man sich aufgrund der immer horrenderen Eintrittsgebühren die Frage, wie man sich in eine Kunstausstellung schummeln kann.

Vor der Wende gab es noch goldene Zeiten, als die meisten Museen in Ost und Westberlin eintrittsfrei waren. Heute gibt es zwar mitunter Gruppenermäßigungen, aber nicht für die Berliner Künstler! Dabei stellen doch gerade die Künstler den Pool dar, aus denen die Museen schöpfen.  

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, zur neuen Ausstellung von Gert Richter in der Neuen Nationalgalerie, eine Strategie und einen Wegeplan zu entwickeln, um relativ einfach und mit nur ein bisschen Mut in die Ausstellungshalle ohne Eintrittsgeld einzudringen. 

Strategie und Wegeplan zum freien Eindringen in die Ausstellung von Gerhard Richter: Panorama            So 12. Februar - So 13. Mai 2012

…ganz einfach!

Ich lasse die Außenaufsicht, die draußen ausschließlich damit beschäftigt ist, den Besucherstrom zu kanalisieren, hinter mir, gehe durch die linke Drehtür des Eingangs und betrete den freizugänglichen Eingangsbereich zur Ausstellung. Hier sind schon einige Arbeiten von Gerd Richter frei zugänglich zu sehen. Nun laufe ich über die linke Treppe ins Untergeschoss hinunter, gehe an der Kasse mit der wartenden zahlungswilligen Schlange vorbei und gebe links davon an der Garderobe meine Sachen unentgeltlich ab. Zurück an der Kasse vorbei, wähle ich nun die linke Treppe hinauf zum Eingangsbereich, gehe an dem Eingang und der Aufsicht, die die Karten registriert vorbei und wende mich der zentralen Eingangsarbeit Richters (Strip 2011) zu.  Die beiden Drehtüren für den Eingang und Ausgang habe ich nun im Rücken. Nun schaue ich mich sicherheitshalber noch einmal um, ob sich in diesem Bereich nicht doch zufällig eine Aufsicht befindet. Falls nicht, drehe ich mich um und gehe links an der Glasfront entlang zu den ersten beiden Farbtafeln, die am Anfang der weißen, fünf Meter hohen Ausstellungswand aushängen. Hier befindet sich ein mobiles Handgeländer, das den Eingangsbereich vom offiziellen Ausstellungsbereich abgrenzt. Dieser Bereich ist kaum besucht, und da man sich nun im Sichtschutz der Wand befindet, wäre es ein Leichtes mit einem Schritt seitlich diese Absperrung zu umgehen, um so in den Ausstellungsbereich zu gelangen. Hat man sich zu diesem Schritt entschlossen und wird dabei nicht bemerkt, ist man auch schon in der eigentlichen Ausstellung, auch wenn es erst einmal nicht danach aussieht. Jetzt hat man keine Kontrolle mehr zu befürchten. Geht man dann weiter an den fortlaufenden Farbtafeln entlang und um die erste Wandecke herum, erreicht man in der Mitte der Seitenwand den Zugang zum inneren Ausstellungsbereich und ist so im Zentrum des Tabernakels.                                                                                                                                                PS Natürlich ist jeder für sein Handeln selbstverantwortlich!                                                         

Nachtrag vom 29.2.12:

noch geöffnet geschlossen

 

....  ganz schwer  

Kurz vor dem 29.2.12 wurden die zwei freien Zugänge zu Gerhard Richters: Panorama geschlossen. Die mobilen Handgeländer sind nun zur Fensterfront hin verlängert, fixiert, und die Aufsicht ist wohl alarmiert. Vermutlich gab es in den den letzten Tagen einige Versuche, die Zugänge zu durchqueren. Jetzt kann man nur davon abraten, hier einen Durchbruch zu starten. Nun sind eigene Strategien gefragt!

- Vielleicht mit Bart und Stock und gefakten Seniorenausweis usw.

Nun ist jeder auf sich allein angewiesen!

 

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